Ein Tag auf dem Rad, erst durch die Höhen des Sauerlands und später entspannt entlang eines kleinen Flusses: Genau diesen Wechsel bietet der Alme-Radweg. Die rund 65 bis 68 Kilometer lange Strecke verbindet Brilon mit Schloß Neuhaus bei Paderborn und führt zu Quellen, Burgen, Kirchen und ruhigen Abschnitten im Almetal. Ich zeige, für wen die Tour geeignet ist, wie du sie sinnvoll planst und welche Stellen du nicht einfach links liegen lassen solltest.
Die wichtigsten Fakten für deine Tour entlang der Alme
- Strecke von Brilon bis zum Barockgarten Schloß Neuhaus bei Paderborn
- Länge etwa 65 bis 68 Kilometer, Fahrzeit ungefähr 5 Stunden ohne längere Pausen
- Schwierigkeit mittel, mit dem deutlichsten Anstieg auf den ersten Kilometern
- Höhepunkte Almequellen, Jesuitenkirche in Büren, Wewelsburg und Schloß Neuhaus
- Wegweisung blaue Schilder mit weißem Alme-Radweg-Symbol
- Wichtig 2026 Am Multhäupter Hammer ist wegen einer Brückensanierung eine ausgeschilderte Umleitung zu beachten

Die Route verbindet Sauerland und Paderborner Land
Der Start liegt am Marktplatz in Brilon, das Ziel im Barockgarten von Schloß Neuhaus, wo die Alme in die Lippe mündet. Dazwischen verändert sich die Landschaft spürbar. Am Anfang prägen Höhen, Felder und das Quellgebiet den Charakter, später wird die Fahrt ruhiger und flacher.
Die offizielle Streckenlänge wird je nach Routenportal mit rund 65, 67 oder 68 Kilometern angegeben. Das liegt an unterschiedlichen Start- und Zielpunkten sowie kleinen Varianten. Für die Planung rechne ich mit einer Tagesetappe von etwa 6 bis 8 Stunden inklusive Pausen, denn die Sehenswürdigkeiten laden regelmäßig zum Absteigen ein.
| Merkmal | Praktische Angabe |
|---|---|
| Start | Marktplatz in Brilon |
| Ziel | Barockgarten Schloß Neuhaus |
| Länge | etwa 65 bis 68 Kilometer |
| Fahrzeit | circa 5 Stunden reine Fahrzeit |
| Höhenmeter | etwa 314 Meter Aufstieg in Richtung Ziel |
| Richtung | überwiegend flussabwärts von Brilon nach Paderborn |
| Rundtour | Nein |
Die Route ist durchgehend mit blauen Einschubschildern am Radverkehrsnetz Nordrhein-Westfalens markiert. Trotzdem würde ich die GPX-Datei vorab auf das Smartphone laden, besonders wenn du an einer Umleitung oder in einem Ort eine Pause einlegst.
Wie anspruchsvoll ist der Alme-Radweg wirklich
Die Strecke wird als mittelschwer eingestuft. Das klingt zunächst sportlicher, als die Tour für viele Freizeitradler tatsächlich ist. Der entscheidende Punkt liegt am Anfang: Auf den ersten ungefähr sieben bis neun Kilometern geht es von Brilon über Wülfte hinauf in Richtung Almequellen.
Der größte Höhenunterschied beträgt rund 150 Höhenmeter zwischen Brilon-Wülfte und Brilon-Alme. Danach wird die Tour insgesamt angenehmer, auch wenn bei Multhäupter Hammer, Wewelsburg, Niederntudorf und Wewer noch kürzere Anstiege folgen.
Welches Fahrrad passt
Ein Trekkingrad, Tourenrad oder E-Bike ist die beste Wahl. Die Strecke enthält neben Asphalt auch Schotter, Waldwege und kurze Abschnitte auf der Straße. Mit einem schmalen Rennradreifen würde ich die Tour nur fahren, wenn die aktuelle Wegqualität und die Umleitung vorher geprüft wurden.
Familien mit älteren Kindern können den flacheren Abschnitt ab Büren gut bewältigen. Für kleinere Kinder ist die komplette Strecke an einem Tag aus meiner Sicht zu lang. Sinnvoller sind kurze Teilstücke bei den Almequellen, in Büren oder rund um Schloß Neuhaus.
Die aktuelle Umleitung beachten
Am Multhäupter Hammer wird die Brücke voraussichtlich bis Herbst 2026 saniert. Der Radweg ist dort gesperrt, die Umleitung ist ausgeschildert. Gerade mit Kindern oder schwerem Gepäck solltest du diesen Abschnitt nicht spontan abkürzen, denn der ursprüngliche Weg und die Straßenführung sind nicht gleichwertig.
Diese Stationen machen die Fahrt besonders abwechslungsreich
Die Almequellen im Ortsteil Alme sind für mich der natürliche Auftakt der Tour. Mehr als 100 Einzelflüsse treten dort aus dem Kalkgestein hervor und sammeln sich zur Alme. Das Quellgebiet liegt in einem geschützten Landschaftsraum und eignet sich auch für einen kurzen Spaziergang, bevor du dich wieder aufs Rad setzt.
In Büren lohnt sich eine längere Pause an der barocken Jesuitenkirche. Die Stadt ist ein guter Zwischenstopp, weil hier Kultur, Gastronomie und die weitere Wegführung angenehm zusammenkommen. Wer sich für regionale Geschichte interessiert, kann außerdem die alten Mühlenanlagen im Blick behalten.
Die Wewelsburg liegt sichtbar über dem Almetal und ist eines der bekanntesten Ziele an der Strecke. Der kurze Abstecher beziehungsweise Anstieg kostet Zeit, bietet aber einen echten Mehrwert. Besonders das Historische Museum des Hochstifts Paderborn macht den Halt auch für Familien interessanter als ein reiner Fotostopp.
Am Ende wartet mit Schloß Neuhaus ein ruhiger und großzügiger Abschluss. Der Barockgarten und der angrenzende Auenpark sind ideal, wenn du nach der langen Fahrt nicht sofort wieder in den Zug oder Bus steigen möchtest. Ich würde hier bewusst etwas Puffer einplanen, statt die Tour bis zur letzten Minute durchzutakten.
- Almequellen für Natur, kurze Spaziergänge und den eigentlichen Ursprung des Flusses
- Burgruine Ringelstein für Aussicht und einen geschichtlichen Zwischenstopp
- Büren mit Jesuitenkirche und Möglichkeiten zur Einkehr
- Wewelsburg für Burganlage, Museum und einen markanten Blick über das Tal
- Schloß Neuhaus als entspannter Zielpunkt mit Garten- und Parkanlagen
So planst du die Tour ohne unnötigen Stress
Da es sich um eine Strecke und nicht um einen Rundkurs handelt, solltest du die Rückfahrt vor dem Start klären. Brilon ist per Bahn erreichbar, am Ziel in Schloß Neuhaus gibt es Busverbindungen nach Paderborn. Eine direkte Zugverbindung zwischen Brilon und Paderborn besteht nicht, und die Mitnahme von Fahrrädern im Schnellbus ist nur begrenzt möglich.
Am einfachsten ist die Tour, wenn du dich am Ziel abholen lässt oder eine Übernachtung einplanst. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist, sollte die Fahrradmitnahme für den konkreten Tag prüfen und nicht erst nach der Ankunft in Schloß Neuhaus darüber nachdenken.
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Ein sinnvoller Tagesplan
- Früher Start in Brilon, damit der erste Anstieg ohne Zeitdruck gelingt.
- Pause an den Almequellen, bevor der längere Streckenabschnitt beginnt.
- Mittagspause in Büren oder in einem Ort entlang des Almetals.
- Wewelsburg besichtigen, wenn du genügend Zeit für den Anstieg und das Museum hast.
- Schloß Neuhaus als Ziel mit Reserve für die Weiterfahrt oder Abholung.
Für die Tour selbst entstehen keine Eintrittskosten, solange du nur auf dem Radweg unterwegs bist. Zusätzliche Ausgaben fallen vor allem für Einkehr, Museum, Parken und Rücktransport an. Wer Proviant mitnimmt, sollte trotzdem nicht zu knapp kalkulieren, weil Öffnungszeiten in kleineren Ortsteilen saisonal schwanken können.
Radfahren oder Wandern entlang der Alme
Der Weg ist klar als Radroute konzipiert, eignet sich aber abschnittsweise auch für Spaziergänge. Besonders rund um die Almequellen, die Burgruine Ringelstein und den Schloss- und Auenpark in Schloß Neuhaus findest du Möglichkeiten, das Fahrrad abzustellen und zu Fuß weiterzugehen.
Für eine reine Wanderung würde ich nicht die komplette Radroute wählen. Straßenabschnitte, lange Distanzen und die lineare Streckenführung machen sie dafür weniger praktisch. Besser funktionieren kurze Spaziergänge an den landschaftlich reizvollen Punkten oder eine Kombination aus Radetappe und Rundgang.
Wichtig ist Rücksicht auf andere Nutzer. Auf schmalen Wald- und Uferwegen sollten Radfahrer ihr Tempo reduzieren, früh klingeln und Fußgängern ausreichend Platz lassen. Gerade an den Quellen und im Schlosspark ist die ruhige, langsame Fahrweise angenehmer für alle.
Was ich für die Fahrt unbedingt einpacken würde
Die Route ist gut beschildert, aber eine kleine Vorbereitung macht einen deutlichen Unterschied. In meine Tasche gehören neben Helm und Wasser vor allem ein Ersatzschlauch, eine kleine Pumpe, ein geladenes Smartphone und eine leichte Regenjacke. Auf den Waldabschnitten kann sich das Wetter anders anfühlen als im sonnigen Paderborner Land.
- Wasser und Snack für die längeren Abschnitte zwischen den Orten
- Fahrradschloss für Besichtigungen in Büren, Wewelsburg und Schloß Neuhaus
- GPX-Track als Ergänzung zur Beschilderung
- Beleuchtung und Reflektoren für die Straßenpassagen
- Etwas Zeitreserve wegen Pausen, Fotostopps und der Umleitung 2026
Mein wichtigster Rat ist, die Tour nicht als reines Kilometerprojekt zu behandeln. Die Strecke lebt vom Wechsel zwischen Flusslandschaft, westfälischen Orten und Kulturdenkmälern. Wer nur möglichst schnell von Brilon nach Paderborn kommen möchte, verpasst genau das, was diese Verbindung so angenehm macht.
Die Alme als Tagesetappe mit Genuss planen
Für sportliche Radfahrer ist die gesamte Strecke an einem Tag gut machbar. Genussradler und Familien profitieren jedoch davon, die Tour in zwei Abschnitte zu teilen oder nur den mittleren beziehungsweise unteren Teil zu fahren. Büren bis Schloß Neuhaus ist dafür besonders attraktiv, weil mehrere Sehenswürdigkeiten dicht aufeinanderfolgen und die anspruchsvollsten Höhenmeter bereits hinter dir liegen.
Wer von Herford oder aus dem weiteren Westfalen anreist, kann die Tour gut mit einem Wochenendausflug verbinden. Ich würde Brilon als Startort für den Landschaftseindruck wählen und Paderborn beziehungsweise Schloß Neuhaus als Ziel für Kultur, Parkanlagen und eine entspannte Einkehr. So bleibt der Alme-Radweg mehr als eine durchgehende Linie auf der Karte: Er wird zu einer abwechslungsreichen Westfalen-Tour mit einem klaren Anfang und einem lohnenden Ende.